Der Wasserfall Godafoss in Island.

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Weihnachten auf isländische Art

Was ist ein Jólahladbord? Islandtours

Wenn die Tage in Island kürzer werden und die Nordlichter den Himmel erleuchten, beginnt die gemütlichste Zeit des Jahres: Weihnachten. Ein kulinarisches Highlight dieser Festtage ist das Jólahlaðborð, ein üppiges Buffet, das seinen Ursprung in Skandinavien hat und auch in Island gefeiert wird. In diesem Beitrag erfährst du alles über die Geschichte des Jólahlaðborð, typische Speisen, Tipps für die Zubereitung und wie du Island zur Weihnachtszeit erleben kannst.

Was ist ein Jólahlaðborð?

Das Wort „Jólahlaðborð“ bedeutet wörtlich „Weihnachtsbuffet“. Es handelt sich um ein reich gedecktes Buffet, das traditionell in der Adventszeit und an Heiligabend serviert wird. Typisch sind mehrere Gänge: kalte Vorspeisen, warme Hauptgerichte und süße Desserts.

Typische Gerichte auf dem Jólahlaðborð:

Fisch & Meeresfrüchte

  • Síld - Eingelegter Hering in verschiedenen Marinaden

  • Graflax – gebeizter Lachs mit Senf-Dill-Sauce

  • Krabben- oder Garnelensalat

Fleischgerichte

  • Hangikjöt – geräuchertes Lammfleisch

  • Hamborgararhryggur – der traditionelle Weihnachtsschinken

Beilagen & Salate

  • Brúnaðar kartöflur – karamellisierte Kartoffeln

  • Uppstúfur = Kartoffeln in Béchamelsauce

  • Laufabrauð – kunstvoll verziertes Fladenbrot

  • Rosenkohl, Karotten, Erbsen, Mais

  • Waldorfsalat

Desserts

  • Möndlugrautur – Milchreis mit versteckter Mandel (Glücksbringer), an Weihnachten oft zu Hause als Vorspeise serviert

  • hausgemachtes Eis mit Früchten

So bereitest du ein Jólahlaðborð zu Hause vor

Planung:

  • Viele kleine Gerichte – kalte Speisen vorbereiten, warme Speisen auf Rechauds bereitstellen.

Dekoration:

  • Kerzen, Tannenzweige und rote Akzente sorgen für nordische Gemütlichkeit.

Getränke:

  • Jólaglögg – der skandinavische Glühwein – darf auf keinen Fall fehlen. Er schmeckt ähnlich wie unser klassischer Glühwein, wird aber traditionell mit Mandeln und Rosinen verfeinert, die direkt in den Wein gegeben werden. 

  • Malt og Appelsín ist ein traditionelles isländisches Weihnachtsgetränk. Es besteht aus zwei Komponenten: Malt: Ein malzhaltiges, alkoholfreies Getränk, ähnlich wie Malzbier und Appelsín: Eine beliebte isländische Orangenlimonade. Beide werden gemischt – typischerweise etwa halb Malt, halb Appelsín – und ergeben ein süßes, leicht malziges Getränk mit fruchtiger Orangennote. 
     

Jólahlaðboð & Island erleben

Die Weihnachtszeit ist eine perfekte Gelegenheit, Island zu besuchen. Viele Restaurants in Reykjavik und auf dem Land bieten festliche Buffets an. Kombiniere kulinarische Erlebnisse mit:

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Island: Wo die Schafe Mode machen!

Lopapeysa Islaenischer Pullover, Icelandic Explorer, Visit Iceland

Island ist nicht nur für seine spektakuläre Natur bekannt, sondern auch für eine einzigartige Handwerkskunst: das Stricken. Die isländische Wollkunst verbindet jahrhundertealte Traditionen mit modernen Designs und ist heute ein fester Bestandteil der Kultur und Mode des Landes.

Die Magie der Lopapeysa

Das Herzstück der isländischen Stricktradition ist der Lopapeysa, der ikonische Islandpullover. Er wird aus der besonderen Wolle der isländischen Schafe gefertigt – Lopi, eine Mischung aus robusten, wasserabweisenden Außenfasern und weichen, isolierenden Innenfasern. Diese Kombination macht den Pullover perfekt für das raue Klima Islands.
Charakteristisch ist das kreisförmige Muster um Hals und Schultern, das in den 1950er-Jahren populär wurde und heute in unzähligen Farbvarianten und Stilen erhältlich ist. Ein echter Lopapeysa wird traditionell von Hand gestrickt, was ihn zu einem authentischen Souvenir und einem Symbol für isländische Gemütlichkeit macht.

Handprjónasambandið – Das Herz der isländischen Stricktradition

Handprjónasamband Íslands (übersetzt: „Isländischer Handstrickverband“) ist eine Institution, die seit Jahrzehnten für die Bewahrung der traditionellen Strickkunst steht. Gegründet wurde das Kollektiv in den 1970er-Jahren, um die Arbeit lokaler Strickerinnen zu fördern und die Qualität handgefertigter Produkte zu sichern.

Im Laden in Reykjavík – ein echter Geheimtipp für Islandbesucher – finden Sie eine große Auswahl an handgestrickten Lopapeysa-Pullovern, Mützen, Handschuhen und Schals. Jedes Stück ist ein Unikat, gefertigt von erfahrenen Strickerinnen aus ganz Island. Die Wolle stammt ausschließlich von isländischen Schafen und wird in traditionellen Techniken verarbeitet.

Das Besondere: Jeder Pullover trägt die Handschrift seiner Strickerin. Oft ist sogar ein kleines Etikett mit dem Namen der Person eingenäht, die das Kleidungsstück gefertigt hat. So wird die Verbindung zwischen Käufer und Handwerkerin spürbar – ein authentisches Stück isländischer Kultur.

Neben dem Verkauf engagiert sich Handprjónasambandið auch für die Weitergabe von Wissen. Es gibt Workshops, in denen Besucher die Technik des Rundstrickens erlernen können, und das Kollektiv unterstützt junge Designer, die traditionelle Muster mit modernen Ideen kombinieren.

Wer Island besucht und ein echtes Souvenir sucht, sollte unbedingt bei Handprjónasambandið vorbeischauen – hier erleben Sie die Strickkunst in ihrer ursprünglichsten Form.

Junge Designer und neue Ideen

Während die klassischen Muster weiterhin beliebt sind, bringen junge Designer frischen Wind in die Strickszene. Sie experimentieren mit Farben, Garnarten und modernen Schnitten – von Kapuzenpullis bis zu Strickjacken. Auch nachhaltige Ansätze wie das Handfärben von Garn und die Verwendung lokaler Wolle sind im Trend.

Strickkunst erleben

Wer Island besucht, kann diese Kunst hautnah erleben: in kleinen Läden, auf Handwerksmärkten oder bei Workshops, die Einblicke in die Technik des Rundstrickens geben. Für passionierte Stricker gibt es sogar spezielle Garnsorten wie Léttlopi oder Álafosslopi, die für unterschiedliche Kleidungsstücke geeignet sind. 

Unsere Geheimtipp-Wasserfälle in Island: Die stillen Schönheiten abseits der Massen

Hjalparfoss © Páll Jökull Pétursson

Island ist berühmt für seine spektakulären Wasserfälle – Gullfoss, Seljalandsfoss und Skógafoss ziehen jährlich tausende Besucher an. Doch wer ein wenig abseits der beliebten Routen reist, wird mit versteckten Juwelen belohnt. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen unsere Empfehlungen dieser weniger bekannten Wasserfälle vor – perfekt für Entdecker und Ruhesuchende.

Brúarárfoss – Der Verborgene mit dem blauen Herz

Brúarárfoss gilt als einer der geheimen Schätze Islands. Sein Wasser schießt in einem schmalen, tief eingeschnittenen Spalt in die Tiefe und leuchtet dabei in einem intensiven, fast unwirklichen Blau – ein faszinierender Kontrast zum dunklen Lavagestein ringsum. Der Wasserfall ist nicht besonders hoch, aber seine einzigartige Form und Farbe machen ihn zu einem beliebten Fotomotiv.

Fagrifoss – Der Schöne im Hochland

Der Name Fagrifoss bedeutet „der schöne Wasserfall“ – und das völlig zu Recht. Tief im isländischen Hochland gelegen, erreichst du ihn nur mit einem Geländewagen über eine raue F-Road (F206). Wer sich die Mühe macht, wird mit einem dramatischen, wildromantischen Anblick belohnt: Der Wasserfall stürzt in mehreren Stufen über moosbewachsene Felsen – ein Bild wie aus einem Fantasyfilm.
Hinweise: Nur mit 4x4-Fahrzeug, mehrere Flussfurten entlang der Fahrstrecke

Gljúfrabúi – Der Verborgene hinter der Klippe

Ganz in der Nähe von Seljalandsfoss befindet sich Gljúfrabúi, auch bekannt als der „versteckte Bewohner der Schlucht“. Dieser mystische Wasserfall liegt hinter einer Felsspalte, die leicht übersehen werden kann. Wer sich traut, über die Steine durch den seichten Fluss zu waten, wird mit einem Anblick wie aus einer anderen Welt belohnt: Der Wasserfall stürzt in eine enge, moosbedeckte Höhle – ein magischer Ort.
Tipp: Wasserdichte Schuhe und Kleidung mitnehmen.

Háifoss – Der Majestätische in der Schlucht

Háifoss, was übersetzt „Hoher Wasserfall“ bedeutet, macht seinem Namen alle Ehre: Mit seinen 122 Metern gehört er zu den höchsten Wasserfällen Islands und stürzt dramatisch in eine enge, moosbewachsene Schlucht. Gleich daneben befindet sich der kleinere, aber ebenso schöne Granni („der Nachbar“), was das Panorama noch beeindruckender macht.
Hinweise: 4x4-Fahrzeug empfohlen

Helgufoss – Der stadtnahe Rückzugsort

Nur etwa 30 Minuten Autofahrt von Reykjavík entfernt liegt Helgufoss, ein kleiner, aber malerischer Wasserfall in der Mosfellsdalur-Region. Perfekt für eine kurze Wanderung oder einen ruhigen Nachmittag in der Natur.

Hjálparfoss – Der Malerische im Lavafeld

Hjálparfoss, der „Helfende Wasserfall“, liegt eingebettet in einer bizarren Lavalandschaft im Þjórsárdalur-Tal. Zwei Arme des Flusses Fossá vereinen sich hier in einem eleganten Doppelfall, der in ein ruhiges, natürliches Becken stürzt – umgeben von säulenförmigem Basaltgestein, das wie von Künstlerhand geformt wirkt. Der Wasserfall ist leicht zugänglich und bietet ein idyllisches Fotomotiv, besonders bei tiefstehender Sonne.

Kvernufoss – Der kleine Bruder von Skógafoss

Nur wenige Minuten Fußweg von Skógafoss entfernt liegt Kvernufoss – und doch verirren sich nur wenige Besucher dorthin. Der 30 Meter hohe Wasserfall stürzt malerisch in eine grüne Schlucht, umgeben von moosbedeckten Felsen. Das Beste: Sie können hinter den Wasserfall gehen!

Nauthúsagil – Das verwunschene Tal

Nicht nur ein Wasserfall, sondern gleich ein ganzes Erlebnis: Nauthúsagil ist eine enge Schlucht mit mehreren kleinen Wasserfällen, die sich in einer verwunschen wirkenden Umgebung verstecken. Man folgt dem Bach durch die Schlucht, klettert über Steine und unter Ästen hindurch – fast wie eine kleine Abenteuertour. Am Ende wartet ein verborgener Wasserfall, der direkt aus einer Märchenwelt stammen könnte.
Hinweise: 4x4 Fahrzeug empfohlen, anspruchsvollere Route, erfordert Trittsicherheit, wasserdichte Schuhe und Kleidung empfohlen

Bitte nicht vergessen: Achten Sie bei der Erkundung abgelegener Wasserfälle immer auf Ihre Sicherheit, respektieren Sie die Natur und informieren Sie sich vorab über Wetter und Straßenbedingungen – gerade im Hochland kann das entscheidend sein.