Nordlichter in Island - Unsere Tipps
Nordlichter in Island – Unsere Tipps für ein unvergessliches Erlebnis
Aurora Borealis, besser bekannt als Nordlichter, ist eines der spektakulärsten Naturphänomene, das Island zu bieten hat. Mit etwas Vorbereitung und Glück können Sie dieses magische Schauspiel am Himmel selbst erleben.
Die beste Zeit für Nordlichter
Die Nordlichter sind in Island zwischen September und April sichtbar, wenn die Nächte lang und dunkel genug sind. In den Sommermonaten treten die Nordlichter zwar auch auf, sind aber wegen des nahezu durchgehenden Tageslichts nicht zu sehen. In der Zeit rund um die Tag-und-Nacht-Gleiche im März und September zeigen sich die Polarlichter häufig am stärksten. Messungen zeigen, dass die aktivste Zeit in der Regel zwischen 23:00 Uhr und 01:30 Uhr liegt.
Die besten Orte zur Beobachtung
Die besten Chancen für die Beobachtung der Nordlichter hat man außerhalb der Stadt und abseits von Lichtverschmutzung - je dunkler der Himmel, desto besser.
Unsere Tipps: Der Þingvellir-Nationalpark liegt nur ca. 45 Minuten von Reykjavík entfernt und eignet sich aufgrund der Dunkelheit sehr gut. Der See Kleifarvatn auf der Halbinsel Reykjanes bietet ebenfalls eine schöne Kulisse. Aber auch in Reykjavík lohnt es sich bei guten Bedingungen Ausschau zu halten, ein beliebter Ort ist hier der Leuchtturm Grótta an der westlichen Küste der Stadt.
Chancen einschätzen und Nordlichter erkennen
Die Chance auf Sichtbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab:
- Sonnenaktivität: Je höher der sogenannte KP-Index (Skala von 0–9), desto wahrscheinlicher sind Nordlichter.
- Wetterbedingungen: Ein möglichst klarer Himmel ist entscheidend.
- Dunkelheit: Keine oder nur minimale Lichtquellen in der Umgebung.
Häufig erscheinen die Nordlichter wie ein grau-grüner Schleier über dem Himmel. Seltener können sie auch in Rot- oder Violetttönen zu sehen sein. Die Farben sind oft weniger stark ausgeprägt, als man es vielleicht von Fotos kennt. Das liegt daran, dass das menschliche Auge Farben bei Dunkelheit nur eingeschränkt wahrnimmt – die Farben sind also vorhanden, aber für uns nicht immer so deutlich sichtbar. Im Zweifel hilft ein Blick durch die Kamera, um zu erkennen, ob es sich tatsächlich um die bunten Lichter handelt.
Nützliche Webseiten & Apps
- Vedur.is: Die offizielle Wetterseite Islands mit Nordlicht-Vorhersagekarte.
- Auroraforecast.is: Die Webseite bietet umfangreiche Informationen für die Jagd nach Nordlichtern.
- Kostenlose Apps: Aurora – Meine Polarlicht-Vorhersage und hello aurora
Tipps für die Nordlichter-Fotografie mit dem Smartphone
Auch mit einem Smartphone lassen sich mittlerweile erstaunlich gute Bilder machen, wenn man ein paar Dinge beachtet:
- Nachtmodus: Die meisten neueren Smartphones haben einen „Nachtmodus“, der die Blende über eine längere Zeit offen lässt und so für eine längere Belichtungszeit sorgt.
- Stabilisierung: Das Smartphone muss während der Aufnahme möglichst ruhig gehalten werden. Hierfür eignet sich am besten ein kleines Stativ oder das Smartphone wird auf einem stabilen Untergrund positioniert. Mit Aktivierung des Selbstauslösers können Verwacklungen beim Tippen vermieden werden.
- Bildkomposition: Nutzen Sie die Landschaft im unteren Teil des Fotos, um Tiefe zu schaffen und ein schönes Gesamtbild zu erzeugen. Berge, Seen oder auch ein Wasserfall im Bild bringen das Nordlicht-Motiv noch besser zur Geltung.
Geführte Tour oder Selbstfahrer?
Geführte Touren bieten erfahrene Guides, die die besten Spots sowie aktuelle Wetter- und Aurora-Prognosen kennen. Viele Anbieter stellen Stative und warme Overalls zur Verfügung. Auch müssen Sie so nicht selbst bei Nacht navigieren und sich keine Sorgen um Straßenverhältnisse oder Wetter machen.
Selbstfahrer haben dagegen mehr Flexibilität – ideal mit Mietwagen und Aurora-App. Sie entscheiden, wann und wohin Sie fahren. Sie können abgelegenere Orte ohne Menschengruppen besuchen und das Schauspiel in Ruhe genießen.
